Von eIDAS zu eIDAS 2.0
Die ursprüngliche eIDAS-Verordnung legte den Grundstein für grenzüberschreitende elektronische Vertrauensdienste. eIDAS 2.0 baut auf dieser Grundlage auf und schreibt vor, dass jeder EU-Mitgliedstaat seinen Bürgern bis 2026 eine Digital Identity Wallet anbietet. Diese Wallet ermöglicht es Menschen, verifizierte Identitätsattribute zu speichern und vorzulegen — von Altersverifikation bis hin zu Berufsqualifikationen — alles in einer einzigen App auf dem Smartphone.
Zusammenspiel von Wallets und Vertrauensdiensten
Qualifizierte Vertrauensdiensteanbieter werden eine zentrale Rolle im Wallet-Ökosystem spielen. Zeitstempel, elektronische Siegel und elektronische Signaturen von QTSPs werden überprüfbare Nachweise sein, die Wallet-Inhaber gegenüber vertrauenden Parteien vorlegen können.
Auswirkungen auf Zeitstempelanbieter
Zeitstempelstellen, die bereits eIDAS-qualifiziert sind, werden native Teilnehmer im Wallet-Ökosystem sein. Ihre Zeitstempel dienen als überprüfbare Beweise, dass Dokumente zu einem bestimmten Zeitpunkt existierten, direkt verknüpfbar mit walletbasierten Identitäten.
Was Unternehmen vorbereiten sollten
Organisationen sollten jetzt mit der Integration wallet-kompatibler Verifizierungsabläufe beginnen. Das bedeutet sicherzustellen, dass ihre Zeitstempel- und Siegel-APIs wallet-präsentierte Nachweise akzeptieren und validieren können. Frühstarter gewinnen einen Wettbewerbsvorteil in Branchen wie Bankwesen, Versicherung und öffentliche Auftragsvergabe.